Hunde im Wald an die Leine - oder Häschen im Glück


Hunde im Wald an die Leine - oder Häschen im Glück




Ein Erlebnis besonderer Art hatte vor kurzem Peter Wohlert aus Gammelby bei einer seiner Pirschen im Försterwald auf dem Weg von Saxtorf nach Erichshof. Mit dem geübten Blick des Natur-Fotografen erkannte er sofort das „Wollknäuel“. Mitten auf dem Waldweg, an einen trockenen Ast geduckt, kauerte ein kleiner Junghase. „Hatte die alte Häsin hier ihren Nachwuchs abgesetzt, mitten auf dem viel begangenen, von Mensch und Hund genutzten Waldweg?“ „Häschen, was wäre gewesen, wenn statt meiner ein freilaufender Hund gekommen wäre…?“ Waren Wohlerts erste Gedanken. Denn als Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der hiesigen Jägerschaft kennt er nur zu gut das Problem der Naturnutzer und ihre oft freilaufenden Hunde – gerade zur „Setzzeit“ jetzt im Frühling. Trotz der zahlreich aufgestellten Hinweisschilder: „ Nehmt Rücksicht auf das Wild“ gibt es immer wieder rücksichtslose Hundehalter, denen der Schutz – besonders der Jungtiere – egal zu seien scheint. Doch gerade im Wald besteht gemäß § 17 abs. 2 Nr. 3 Landeswaldgesetz absoluter Leinenzwang.

Wohlert rupfte sich vom nahen Feldrand einige Büschel Gras und hob damit das Häschen auf und setzte es abseits vom Weg in eine Ackerfurche. In der Hoffnung, dass die Häsin ihr Junges finden würde, setzte Wohlert seine Fotopirsch fort. War es Zufall oder glückliche Fügung? Auf dem Rückweg sah er nahe am Fundort einen Hasen den Waldweg queren und schaut nochmals nach dem Häschen. Es lag nicht mehr dort! Hatte die Häsin ihr Kleines in ein sicheres Versteck geführt …? Mit dieser Hoffnung setzte Wohlert sein Heimweg fort und hofft mit diesem Erlebnisbericht erneut auf Rücksicht der Hundehalter auf den Wildtiernachwuchs.

 

Peter Wohlert

Öffentlichkeitsreferent aus dem Hegering 3 Schwansen Süd



Autor: Peter Wohlert