GRÜNES ABI 2019 - 19 Jungjäger_innen erhalten ihren Jagdschein!


Eckernförde. Was liegt denn jetzt eigentlich Montags- und Donnerstagsabends sowie am Samstagvormittag an?!? Die anstrengende Zeit des Lernens, der Mühe und Ausdauer ist vorbei. Insgesamt 19 Jungjäger_innen der Ausbildungsgruppe in der Kreisjägerschaft Eckernförde erhielten die Befähigung zur Erlangung des Ersten Jahresjagdscheins. Mit großer Freude durften sie die begehrten Bescheinigungen nach den mündlichen Prüfungen am 13. und 14. Mai im Kreishaus zu Rendsburg in Empfang nehmen.

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Das Foto zeigt - von links nach rechts - die erfolgreichen Jungjäger_innen mit ihren Ausbildern:

Erste Reihe:

Doris Jacobi (Ausb.); Udo Erdmann (Ausb.); Jan Wischnewski; Malte Bäzner; Janette Husfeld; Dagmar Much; Stephan Schwandt; Olaf Wollesen; Peer Vollertsen; Dancen Ehmke.

Zweite Reihe:

Steffen Haak; Carsten Sieh-Petersen; Tjorven Neidhardt; Uwe Jacobi (Ausb.); Jannis Neidhardt; Harald Schumacher (Ausb.) Moritz Luth; Tim Peter Blunck; Jörg Much; Patrick Knauer; Dr. Florian Friedrich; Jörn Wascher. 

Es fehlt auf dem Bild Kai Bünnig


…und das sollte ganz groß gefeiert werden. In der Event-Scheune der Familie Hoff auf Gut Karlsminde fand am Samstag den 17. Mai 2019 der feierliche Abschluss statt. Die Jungjäger_innen wurden von ihren Ausbildern an diesem Abend auf traditionelle Weise durch den Jägerschlag mit dem Hirschfänger

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und dem zuvor gelobten Versprechen, in Zukunft anständig nach den Regeln der Waidgerechtigkeit zu jagen, in den Jägerstand erhoben.

Begleitet wurde diese feierliche Handlung durch das Jagdleitsignal „Blattschlagen“ des Jagdhornbläsercorps Altenhofer Dachse.

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Nach altem Brauch durfte natürlich nicht der von Ausbilderin Doris Jacobi speziell angerührte Jägertrunk aus der Querflinte fehlen. Da bei den Jungjäger_innen das Gerücht herumgegangen war, dem Jägertrunke sei „Rehschweiß und Dachspippi“ beigemischt,

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wollte der Schluck aus der Querflinte bei dem einen oder anderem nicht so leicht in die Kehle rinnen. Stolz, gerührt und sehr glücklich nahmen die danach in den Jägerstand erhobenen Jungjäger_innen ihren Jägerbrief entgegen.

Nach dem gemeinsamen vorzüglichen Essen

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ließ Ausbildungsleiter Udo Erdmann in seiner Ansprache die gemeinsame Zeit der 8-monatigen Ausbildung noch einmal vorbeiziehen: 

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Am, Montag, den 03. Sept. 2018 hatten sich insgesamt 27 Interessierte im Unterrichtsraum des Regionalen Bildungszentrum Eckernförde eingefunden. Eine gemischte Gesellschaft schaute den 4 Ausbilder/in erwartungsvoll entgegen. Im Laufe der folgenden Wochen und Monate „grünten“ die Jagdschein-Anwärter_innen äußerlich und innerlich nach und nach durch. Unmengen an Lehrstoff und –material war zu bewältigen und was von den Ausbildern so leicht und selbstverständlich vorgetragen wurde, musste von den Jagd-Eleven mitgeschrieben, verstanden und nachhaltig im Gehirnstüblein verstaut werden. Es reihten sich Besuche bei Jagdhundeprüfungen, die Teilnahme an einer Drückjagd, das fachgerechte praktische Aufbrechen und Versorgen von Wild mit Ansprechen der Organe, das Ansprechen von Wildtieren und deren Trophäen sowie das theoretische und praktische Fangjagdseminar ein. Zudem standen noch Exkursionen in das Hegelehrrevier Grönwohld und in verschiedene Jagdreviere auf dem Ausbildungsplan. Zwei Kurzwaffen-Schießseminare in der Raumtunnel-Schießanlage des VfL Loose standen im Januar auf dem Ausbildungsplan. Ausbilder für Waffenkunde Uwe Jacobi führte die Neulinge hier in die sichere Handhabung und an das praktische Schießen mit vielen verschiedenen Faustfeuerwaffen und Kalibern heran. Fast 150 zusätzliche Unterrichtsstunden waren so noch zusätzlich zum normalen Ausbildungspensum dazu gekommen.

Auch der Umgang und das Schießen mit Flinte und Repetierer musste erlernt werden – für einige ein gar garstiger und schwieriger Lehrbereich.... Den professionellen Schießausbildern Henning Müller und Andreas Sörensen von der Firma Waffen Schrum in Tellingstedt gelang dieses jedoch wie in jeden Jahr. Neu als Ausbilder auf dem Repetiererstand war Karl Rust aus Gettorf, der ganz schnell durch seine ruhige und väterliche Art das Vertrauen und die Zuneigung der Jagdscheinanwärter_innen gewonnen hatte.

Einige Jagdscheinanwärter_innen zeigten sich dem stetig wachsenden Druck nicht mehr gewachsen und stiegen aus dem Ausbildungskurus aus.

Am 27. April 2019 wurde es ernst: Bei allerschönstem Sonnenschein arbeiteten sich die Prüflinge tapfer und verbissen durch die Schießprüfung. Leider versagten 3 Jungjäger_innen beim Flintenschießen die Nerven, so dass sie die Schießprüfung im Juli wiederholen wollen. Noch am gleichen Nachmittag schloss sich für alle die schriftliche Prüfung im Kreishaus zu Rendsburg an. Die mündliche Abschlussprüfung in der zweiten Maiwoche ließ die Absolvent_innen noch einmal erblassen und erzittern.

Nach der Ansprache und dem Rückblick von Udo Erdmann hatten Uwe und Doris Jacobi noch eine besondere Überraschung parat: Für die drei besten Absolventen des Jungjägerkursus 1. Dr. Florian Friedrich, 2. Steffen Haack und 3. Dagmar Much hatten sie jeweils einen Gutschein für einen Schalenwild-Abschuss zu vergeben.

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Dr. Florian Friedrich - bester Absolvent des Jungjägerkursus 2018-19 

Vielen Dank vom Jungjäger-Ausbildungsteam an die edlen Spender des Jagdreviers Gut Altenhof (Jürgen Eckardt), des Jagdreviers Damendorf (Sören Claußen) und des Jagdreviers Ramsdorf (Lothar Thiel) hierfür.

Kursussprecher Steffen Haak, der es während des Kursus immer verstanden hatte, den Kursus zusammenzuhalten und eine sehr vertrauensvolle Basis zwischen Kursus-Teilnehmer_innen und Ausbildern zu halten,

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ließ es sich nicht nehmen, der Rede von Erdmann durch eine nette und verbindliche Dankes-Ansprache an die Ausbilder zu erwidern.

Die Jungjäger_innen hatten sich für ihre Ausbilder/in zum Abschied noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie erhielten zur Erinnerung 1 Apfelbäumchen, 2 Tüten mit Wildackersaat und einen prächtigen Präsentkorb mit tollen Leckereien. Vielen, vielen Dank von dieser Stelle aus noch einmal für dieses ganz besondere Erinnerungspräsent!

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Es endete hiermit der „offizielle“ Teil der Feier. Danach wurde noch lange in dieser Nacht gefeiert. So manches Horrido wurde waidmännisch ausgebracht und damit natürlich verbunden, so mancher Jäger-Schluck genommen.

Einen ganz besonderen Dank von dieser Stelle aus, sei den freiwilligen Helfer_innen rund um die Familie Lüthje gesagt,

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die mit ihrer umsichtigen Verhalten, ihrer immer sehr freundliche Art und ihrem tollen Service, die Feier in der Event-Scheune auf Gut Karlsminde zu einem rauschenden Fest werden ließen.

Dank sei auch an die Organisatorin dieses Festes, Jungjägerin Janette Husfeld, gesagt,

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Jungjägerin Janette Husfeld mit ihrem Ehemann

die mit viel Engagement, Konsequenz und sehr viel Fleiß dieses logistische Meisterwerk gewuppt und dadurch überhaupt ermöglicht hatte. 

 

Allen frisch in den Jägerstand erhobenen Jungjäger_innen ein dreifach’ Horrido und Waidmannsheil sowie allzeit guten Anlauf!

  

Uwe Jacobi

Administrator & Ausbilder

der Jungjägerausbildungsgruppe in der KJS Eckernförde



Autor: Uwe Jacobi