Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft Eckernförde e. V. am 17.04.2018


Eckernförde. Der Neue ist der Alte: Einstimmig wurde der Vorsitzende der Kreisjägerschaft am Dienstag, 17. April, von den Jägern der Kreisjägerschaft Eckernförde wieder gewählt. Damit wird Otto Gravert auch in den kommenden vier Jahren die Geschicke der rund 800 Jäger lenken.

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Und nicht nur er bekam bei den Wahlen das eindeutige Votum, das für seine Arbeit spricht: Auch sein Stellvertreter Hans Kröger wurde einstimmig wieder gewählt, ebenso Schriftführer Rolf Fleck. "Ein Team, das engagiert und mit viel Herzblut bei der Sache ist", titelte Kröger und der Applaus der Versammlung gab seinen Worten Recht.

Neu war allerdings einiges zur Jahresversammlung. Besonders die Optik der Trophäenwände und des Saales waren in den Fokus des Vorstands geraten - es sollte bunter und interessanter werden. Dafür waren neben den Präparaten - Dank an Peter Wohlert -

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unter anderen schöne Fotos aus jagdlichen Momenten sowie viel Tannengrün (Dank an Doris und Uwe Jacobi) und informative Plakate vom Landesjagdverband zur Verschönerung des Veranstaltungsortes angebracht worden.

Und noch einer war "neu": Andreas-Peter Ehlers, Vizepräsident beim Landesjagdverband, war erstmals Gast in Eckernförde, er hatte Neuigkeiten aus dem Präsidium dabei.

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"Ich werbe für die Unterstützung von Ihnen im Landesjagdverband. Nur gemeinsam können wir Ziele erreichen", betonte Ehlers und lobte das Engagement der Eckernförder Kreisgruppe in Sachen Schiessstand Baumgarten. "Das finden wir gut, aber wir haben auch einen kritischen Blick auf die Zahlen", fügte er schmunzelnd hinzu. Seine Aufforderung: "Kommen Sie zum Landesjägertag nach Neumünster. Wenn die Politik diskutiert, dürfen die Plätze nicht leer sein."

Apropos Baumgarten: Otto Gravert erklärte in seinem Bericht, dass die Arbeiten und die Planung auf einem guten Wege seien, demnächst werden die nötigen Papiere beim Kreis vorgelegt werden.  Lob gab es für die Aufräumaktion des vergangenen Wochenendes, mehr als 30 Jägerinnen und Jäger hatten mit angepackt.

Traditionsgemäß ist der Kreisjägermeister für den Streckenbericht zuständig - so war es auch während der Jahresversammlung. Die Jagdstrecken konnten sich sehen lassen, auch die Trophäen ließen Jägerherzen höher schlagen. Beim Damwild zählt die Jagdstrecke 1243, 382 Hirsche waren darunter und auch 208 Fallwild-Tiere.

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Die Goldmedaille ging an Götz Wendroth, Silber bekam der Hirsch von Ulrich Kellingshusen und Silber bekam der Hirsch von C. von Berg.

Die Jagdstrecke beim Sika-Wild war 111 Stück, davon wurden 35 Hirsche gezählt. Die Goldmedaille ging an den Hirsch von Peter Hoff, Silber bekam der Hirsch von Hans-Peter Boye und Bronze erhielt der Hirsch von Professor Hermann.

Nicht ganz so hoch war die Jagdstrecke beim Muffelwild. 27 Stück wurden erlegt, ein Stück Fallwild war dabei.

Die Jagdstrecke der Wildschweine ist hoch wie nie. Die Gesamtstrecke liegt bei 457 Stück, dagegen waren es 2016/2017 nur 287 Stück. Die Goldmedaille ging an Anke Weller von Ahlefeld (sie bekam auch die Bronzemedaille), Silber ging an Jens-Peter Bremer.

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Ausgezeichnet wurden auch die Rehböcke - Gold ging an Arne Brüggemann, Silber an Carsten Graumann und Bronze an Gregor Schlüter.

Auffallend die Zahl der Marderhunde - 612 Stück, ein neuer Rekord. „Da müssen wir aufpassen, das ist ein Feind des Niederwildes“, betonte Baasch.

Von den Jagdhornbläser_innen wurden während des Streckenberichts die Ehrensignale für die einzelnen Wildarten verblasen.
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Die Arbeitsberichte aus den einzelnen Sparten, dazu gehörte Bläserobfau Marita Hansen

Bläserobfrau Marita Hansen jaco-eix-JHV-KJS-2018-Bild-06.jpg

Öffentlichkeitsrefernet Uwe Jacobi jaco-eix-JHV-KJS-2018-Bild-07.jpg

genauso wie Hundeobmann Clemens Petersen oder Uwe Jacobi, der für die Öffentlichkeitarbeit zuständig ist, machten deutlich, dass in allen Bereichen engagiert gearbeitet wird - für Jagd und Natur.

Das letzte Wort - bei den Berichten - hat der Jagdschutzobmann. Christopher von Dollen wies erneut darauf hin, dass vermehrt Probleme mit wildernden Hunden zu beklagen seien. "Man weiß nicht, wie man dem Herr werden soll. Wenn sie einen Fall haben, machen Sie ihn publik", riet er den Jägern. In Sachen Staupe erklärte er, dass tote Füchse nicht mehr eingeschickt werden, sondern "unschädlich vergraben werden sollen."

Revierjagdmeister Christopher von Dollen hatte bereits vor Beginn der Versammlung mit den Jungjäger_innen des Jungjäger-Ausbildungskurses 2017-18,

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die kurz vor der staatlichen Prüfung stehen, die umfangreichen und beeindruckenden Trophäen an den Schauwänden angesprochen.

Kassenwart Jörn Baasch konnte erneut mit einem akribisch vorbereiteten Zahlenwerk glänzen, seine vorgestellten Haushalte fanden Zustimmung und so wurde der Vorstand entlastet - eine rundherum gelungene Veranstaltung.



Autor: Sorka Eixmann