Jagdhornbläsercorps Mittelschwansen


Im Jahr 1973 entschieden sich einige Jägerinnen und Jäger des Hegeringes II der Kreisjägerschaft Eckernförde, das Blasen an dem Fürst Pleß Horn zu erlernen. So schlossen sie sich zu einer Bläsergruppe zusammen, die einmal wöchentlich zum Üben zusammenkam. Ziel der Gruppe war das Erlernen der Totsignale der einheimischen Wildarten, um bei anstehenden Treibjagden die Strecke verblasen zu können.

Das Jagdhorn dient bekanntlich nicht mehr ausschließlich der Verständi-gung bei Jagden, in der heutigen Zeit wird es vielfach schon durch ein Handy ersetzt, aber viele Jäger würden es vermissen, wenn nach einer Gesellschaftsjagd beim Legen der Strecke das erlegte Wild nicht durch ein entsprechendes Signal geehrt würde.
1997 stand der Landeswettbewerb im Jagdhornblasen in St. Peter-Ording an. Die Gruppe hatte zwischenzeitlich derartige Fortschritte gemacht, dass man sich entschloss, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Unter „Bläsercorps Mittelschwansen“ erfolgte der Eintrag beim LJV. Das Ergebnis war ein erfreulicher mittlerer Platz.
Auch schon vor diesem Schritt hatte die Gruppe bei Jubiläen von Jagdkameraden/-innen und jagdlichen Veranstaltungen Vorträge gehalten. Das Repertoire war längst über die Totsignale hinausgewachsen. Alpenjäger, Hubertusmarsch, Holsteiner Reitermarsch und Jägermärsche standen und stehen auf dem Programm.
Heute ist das Anliegen der Gruppe, neben dem Verblasen der Gesell-schaftsjagden, in der Öffentlichkeit für Jagd- und Hörnerklang zu werben. Darum werden jagdbezogene Veranstaltungen wahrgenommen, um Interessenten und Sympathisanten zu gewinnen.
Natürlich leidet auch diese Gruppe unter Nachwuchssorgen. Interessierte, auch Nichtjäger, die Interesse am Jagdhornblasen haben, dürfen sich gern an unseren Bläserobmann, Bernd Ahner wenden, Telefon 04352-2176. Jeden Dienstag ist ab 19.00 Uhr Übungsabend in Seeholz.



Autor: Felix Rhades