Welpen-Ausbildungsgruppe 2015 in der KJS Eckernförde


Parallel zur Allgemeinen Unterordnung der Jagdhunde in Kochendorf wurde im Nachbarrevier die Ausbildung für Jagdhundewelpen und Jagdjunghunde durch die Hundeobfrau und Jagdhundeausbilderin Doris Jacobi aufgenommen.

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Was zunächst mit 6 Jagdhundewelpen begann, erweiterte sich schnell auf insgesamt 10 Jagdhundewelpen-Gespanne.

Die bunt gemischte Ausbildungsgruppe besteht aus Deutschdrahthaar,

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Kleinen Münsterländern,

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Deutsch Kurzhaar,

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Labrador-Retriever

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und Foxterriern,

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die in der Gruppe den sozialen Umgang miteinander lernen und dabei von Beginn an sehr gut harmonierten.

Hierzu sei gesagt, dass ein Welpe mit 8 Wochen zunächst ein unbeschriebenes Blatt ist. Er muss erst lernen, wie Hunde miteinander umgehen.

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Die meisten Jagdhundewelpen werden zwischen der 8. und 12. Woche beim Züchter abgeholt. Der Welpe wird hierdurch aus dem Sozialverband seines heimischen Hunderudels herausgerissen, was für das kleine Kerlchen zunächst einen großen Schock darstellt. Dass der kleine Jagdhund dies überhaupt so wegstecken kann, verdankt er seiner außerordentlichen Anpassungsfähigkeit. Im neuen Rudel angekommen, baut der Welpe nun einen engen Bezug zu seiner neuen Bezugsperson und seinem neuen „Rudel“ auf. Es fängt hiermit nun auch das erste Lernen im neuen Zuhause an.

Mit ca. 3 Monaten geht es dann hinaus in die Schule. In der Jagdhundewelpen-Ausbildungsgruppe werden angewölfte Grundveranlagungen der Welpen mit viel Liebe und Geduld zunächst zart verfestigt. Primäre Arbeit zu Beginn des Übens ist jedoch immer die Unterordnung. Eine „harte“ Schulstunde für die jungen „Kobolde“, die bisher zu Hause nur Babys sein durften. Wichtig ist auch der soziale Umgang mit den anderen Welpen. Der eine riecht besonders gut – der andere läßt mir die Rückenhaare hochstehen. Soll ich den mal… – oder lieber nicht? 

Viele Konflikte entstehen unter Hunden erst dadurch, dass manche Hunde ihre eigene Sprache nicht richtig gelernt haben. In der Ausbildungsgruppe wird in der Hundesprache gesprochen und diese wird hier gemeinschaftlich gelernt und umgesetzt.

Das Vorstehen vor der Gänseschwinge oder Fuchslunte an der Reizangel, die Kommandos „Sitz“ und „Platz“ - aber auch schon das Ablegen mit dem Entfernen des Führers

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wird spielerisch und ohne Druck mit den kleinen Kerlchen eingeübt. Dazu kommt die Leinenführigkeit mit den dazugehörigen Kommandos, das Ablegen der Welpen

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sowie das Verhalten der Welpen anderen HundeführerInnen mit ihren Jagdhundewelpen gegenüber.

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Das gehen bei Fuß an der Leine im Kreis ist ja ätzend. Immer genau hinhören und immer genau neben dem Führer gehen. Nicht mal schnüffeln dürfen, wo hier doch alles so gut riecht. Jetzt kommen auch noch Welpen an der Leine entgegen, was denn noch alles. Und dann die Wendekommandos, links rum – rechts rum, ja was denn nun.

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Stangenholzlaufen. Wozu soll das denn gut sein?

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Immer an der durchhängenden Leine neben meinem Führer gehen und immer an seiner Seite bleiben. Sonst lauf ich wieder mit dem Kopf gegen den Baum. Also aufpassen – immer schön zusammen bei Fuß und im Slalom zwischen den Baumreihen gehen.

Was war das für ein lauter Knall?!? Alle Hundewelpen schauen sofort in die Richtung, aus der soeben ein Schuss aus der Entfernung hallte. Nichts weiter los, mein Rudelanführer steht ja ganz entspannt und gelassen da.

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Der zweite Schuss aus der näheren Entfernung läßt die Welpen noch kurz aufschauen, beeindruckt sie aber schon nicht mehr sonderlich.

Auch das Zeigen der Zähne für die Zahnkontrolle will geübt sein, da dies später bei den Prüfungen von den Richtern abverlangt wird.

War das wieder eine anstrengende Sonntags-Schulstunde. Die Jagdhundewelpen sind müde aber ausgeglichen und glücklich.

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Nun geht es wieder nach Hause zu gut Futter und einem schönen Sonntagsnachmittagsschläfchen im heimischen Rudel.

Die ersten Apportierübungen mit dem kleinen Apportel zu Lande und im Wasser sowie die richtigen Kommandos hierzu folgen noch und bilden den Abschluss und die Vorausbildung für die jagdliche Ausbildung in der später anschließenden Übungsgruppe zur Herbstzuchtprüfung oder Brauchbarkeitsprüfung.



Autor: Uwe Jacobi