Ein bunter Herbstreigen: Hohe Zeit im Revier der Schaufler






Ein frischer, sonniger Oktobermorgen – welchen Naturbegeisterten zieht es da nicht hinaus in Wald und Feld. Dunstiges Sonnenlicht im Dom der hohen Buchen mit ihrem rotgoldenen Blätterdach. Gilbendes Lärchengezweig, trommelnder Specht und dann mit einem mal das schnarrend – grollende Rufen der brunftigen Schaufler, untermalt vom Mauzen der Damkälber auf der Suche nach ihren Müttern, die dem Gesetz der natürlichen Bestimmung folgen und die Hirsche unruhig werden lassen. Plötzlich, von irgendwoher das Krachen zusammenschlagender Geweihe – wer horcht da nicht wie elektrisiert auf…
Ja, folgen sie mir ins Revier der Schaufler, zur faszinierenden Damwildbrunft.

Während der Platzhirsch sein Revier markiert...



... streift das Kahlwild durch Feld und Wald auf der Suche nach Früchten des Herbstes.





Händel - süchtig streifen die Hirsche umher und messen ihre Kräfte.





Ein anderer wiederum behauptet unangefochten und souverän seinen Platz im Revier und gönnt sich sogar eine Ruhepause…







Parallel-Gang zweier Rivalen… Ein faszinierendes Schauspiel: dabei versucht der Platzhirsch seinen Kontrahenten aus seinem Revier heraus zu begleiten; sich dabei ständig beobachtend wird plötzlich „Rechts – Kehrt – Marsch“ gemacht, abrupt senken sich die Häupter und krachend prallen die Geweihe ineinander.









Geht auch dieser Waffengang unentschieden aus, steht man sich - wohl als beschwichtigende Geste – in Abstand gegenüber und scheuert, sein Haupt zur Seite geneigt, sich an den Flanken.



Gibt immer noch keiner nach, wird der Gang fortgesetzt.



Bringt auch ein erneutes Kräftemessen keine Entscheidung, schöpfen beide, des Kampfes müde, aus einer Wasserpfütze und ziehen in entgegengesetzter Richtung auseinander.





Szenen eines heftigen Kampfes zweier Schaufler: im Gegensatz zu oben wollten es hier beide wissen. Kurz wechselte noch ein dritter Hirsch dazu – greift aber nicht ein!





Das ist ein schiebendes Herumwirbeln und Stemmen mit kurzer Pause und erneutes Verkeilen der Geweihe. Bis ein Rivale mit kurzem Aufbrummen sich losreißt und flüchtet, vom Gegner kurz verfolgt.



So ein heftiges Treiben fordert seinen Tribut – die Kräfte sind verbraucht und die Hohe Zeit im Ablauf einer Damwildbrunft klingt langsam aus...



...Stille liegt über dem Land...

 

Ihr
Peter Wohlert

Stellv.  Obmann für Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjägerschaft



Autor: Peter Wohlert