Parforcehorngruppe Eckernförde


 Parforcehorngruppe Eckernförde

Die auf der Jagd gebräuchlichen Signale bilden den Kern der deutschen Jagdmusik. Seit jeher aber sind die Jagdhornbläser daran interessiert, neben den Jagdsignalen auch andere Jagdmusik, wie Märsche und Fanfaren, zu blasen. Alle Stücke bleiben jedoch durch die naturgegebene Tonreihe des Jagdhorns auf verhältnismäßig wenige Töne und Harmonien beschränkt. Die sogenannte „Große Jagdmusik“ ist dem Parforcehorn in Es vorbehalten.

Das Parforcehorn hat seinen Ursprung im 16. und 17 Jhdt. Es diente hauptsächlich an den französischen Adelshöfen als Signalinstrument für die Parforcejagd ( Parforce =  schmettern) Dieses Horn ist fortlaufend weiterentwickelt worden, daraus entstand sogar das Waldhorn.

Erst  nach dem 2. Weltkrieg gelangte dieses Horn mit dem Naturton zu uns nach Deutschland. Die Grundstimmung ist in Es, B oder mit einem Ventil umschaltbar zwischen Es oder B. Das Es Horn hat einen größeren Tonumfang über 3 Octaven. Es bietet dem geübten Jagdhornbläser ein Betätigungsfeld vom einfachen Parforcejagdsignal über das Jägerlied bis zur Hubertusmesse und zur konzertanten Jagdmusik. Das heute bei uns meist verwendete Es Parforcehorn aus Messing mit 3 Windungen hat eine Länge von 4,60 m bei einem Kreisdurchmesser von 45 cm.

Vor gut 30 Jahren fanden sich im Eckernförder Raum Bläser mit der gleichen Leidenschaft für dieses Horn. Karin Schröder hat diese Gruppe organisatorisch und musikalisch aufgebaut und geleitet.

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Unvergessliche Seminare (z.B. bei R. Stief in Ladenburg) Wettbewerbe, Konzerte und Kontakte auch außerhalb Schleswig-Holsteins (z.B. St Hubert in Belgien) haben die Gruppe geformt und motiviert. Seit 2012 haben wir einen neuen Chorleiter, Ronny Perscke, der die 8 Bläserinnen und 7 Bläser betreut und das Repertoire erweitert.

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Zu den montäglichen Übungsabenden treffen wir uns in der Schnackstuv in Hütten.

Neue Bläser/Innen mit gleichem Interesse und Sinn für dieses Horn sind jederzeit herzlich willkommen.

Auskunft erteilt Marita Hansen, Güby, unter

Telefon 04354-288, Mail:  Hansen-Gueby@t-online.de

 

Johannes Dose - 30.10.2013



Autor: Uwe Jacobi