Scheuer Waldbewohner zu Besuch


Auf einer Kanzel sitzend, tastet der Jäger mit seinem Fernglas das Umfeld ab:“Was schreitet denn dort unten in den Moorwiesen für ein großer Vogel … ? fragt er sich.

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Sein Spektiv verringert die weite Distanz und er erkennt jetzt einen roten Schnabel, schwarz das Gefieder, doch weiß die Bauchfedern … ein Schwarzstorch!!!

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Hier im Revier in Südschwansen – und das am 5. August ?

Eigentlich lebt dieser seltene Schreitvogel doch sehr zurückgezogen in tiefen Wäldern, wo er auf Bäumen nistet. Seine Beute findet er in Waldteichen und dortigen Bächen. Fische, Frösche, vielleicht auch Schlangen und Wasserinsekten sind sein Beutespektrum.

Da der Jäger keine Kamera dabei hatte, verständigte er per Handy den Eigenjagdbesitzer, den er in der Nähe wusste. Der hat eine Kamera dabei. Vom Jäger eingewiesen, gelingt diesem eine Serie von Aufnahmen.

Zwei Tage später konnte der Jäger den Schwarzstorch erneut beobachten.

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Auf Nachforschungen beim Experten dieser Storchenart in Schleswig-Holstein erfuhr unser Jagdfreund, dass es in unserem waldarmen Land doch drei Paare gibt – das nördlichste bei Flensburg!

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Laut Bestimmungsbüchern ist der Schwarzstorch, wie sein weißer Vetter, ein Zugvogel. War er somit bereits auf dem Durchzug gen Süden?

 

Peter Wohlert

Öffentlichkeitsreferent aus dem Hegering 3



Autor: Uwe Jacobi