Geflügelpest - Aviäre Influenza


Hochpathogene Aviäre Influenza, Krankheitsbild und Übertragungswege.

Das Krankheitsbild der hochpathogenen aviären Influenza: Geflügelpest oder Vogelgrippe


Grundsätzlich können alle Vogelarten an der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) oder klassischen Geflügelpest erkranken, Hühner und Puten sind besonders empfänglich. Andere Vogelgruppen, wie Wasservögel oder Tauben, können das Virus in sich tragen, erkranken aber nicht immer. Allerdings können sie andere Vögel anstecken.


Erkrankte Hühner oder Puten sitzen aufgeplustert und apathisch am Boden, sie fressen und trinken nichts, haben angeschwollene Köpfe und bläulich verfärbte Kämme. Die Tiere haben Durchfall, atmen schwer und können sich nicht mehr richtig bewegen. Sie können innerhalb von Stunden sterben. Ist ein Bestand infiziert, können nahezu 100 Prozent der Tiere sterben.


Beispiele für Übertragungswege aviärer Influenzaviren (die Inkubationszeit bis zum Auftreten von Krankheitssymptomen beträgt ca. drei bis 14 Tage):

 

Infizierte Tiere können Artgenossen infizieren auch wenn sie selbst (noch) keine Krankheitssymptome zeigen. Die Viren sammeln sich vor allem im Kot sowie im Sekret des Nasen- und Rachenraumes der Tiere.

 

Im Freien gelagertes Futter oder Einstreu, das/die mit Vogelkot infizierter Wildvögel verunreinigt wurde.

 

Transportkisten, Fahrzeuge, Schlachtabfälle, Reiseandenken wie Vogelnester, Federn oder Reiseproviant aus nicht durcherhitztem Geflügelfleisch aus Gegenden, in denen die Geflügelpest häufig auftritt.

 
Menschen können das Virus unter den Vögeln weiterverbreiten - beispielsweise über Schuhe/Stiefel, an denen Vogelkot infizierter Tiere haftet.


Wegen der leichten Übertragbarkeit ist es wichtig, dass sowohl gewerbliche als auch private Geflügelhalter Biosicherheitsmaßnahmen einhalten, um den Eintrag des Virus in ihre Bestände zu verhindern.

 

Menschen können sich dann infizieren, wenn sie sehr engen Kontakt mit erkranktem Geflügel haben. Das Virus ist nicht hitzebeständig: Durcherhitztes Geflügelfleisch bzw. durcherhitzte Eier stellen keine Gefahr dar.

 

Nicht jeder tote Vogel hatte die Vogelgrippe

Einzelne tote Spatzen oder Amseln im Garten sind kein Grund zur Sorge.

Tote Vögel findet man immer wieder einmal. Im Herbst sterben beispielsweise viele Vögel an Entkräftung - sie haben nicht genug Energie für den Vogelzug getankt. Vögel sterben auch an Altersschwäche. Einzelne tote Spatzen oder Amseln im Garten sind kein Grund zur Sorge.

 

Liegen viele tote Vögel an einem Ort, gilt: das Veterinäramt informieren. Denn mehrere Vögel auf freier Fläche deuten auf Krankheiten hin - das muss nicht zwangsläufig das Vogelgrippe-Virus sein.

 

Generell sollten tote Vögel nicht angefasst werden. Hunde sollten vorsichtshalber angeleint werden.


Ob ein verendeter Vogel am Vogelgrippe-Virus gestorben ist, lässt sich nur durch einen Bluttest herausfinden. Aufschluss gibt die Struktur der Erbsubstanz.

 

Wer einen toten Vogel findet, sollte zunächst mit dem zuständigen örtlichen Ordnungsamt in Kontakt treten.

 

Weitere kompetente übergeordnete Ansprechpartner:

 

Bürgertelefon:
Um Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zu beantworten, richtet das Land ein Bürgertelefon ein. Dieses ist von Donnerstag an ab 10.00 Uhr freigeschaltet und von da zunächst werktags von 9.00 bis 17.00 Uhr besetzt und unter 0431-160 6666 erreichbar.


Kreis Rendsburg-Eckernförde

Frau Dr. Manuela Freitag

Leitung

Fachbereich - Umwelt, Kommunal-, und Ordnungswesen

Fachdienst - Veterinär- und Lebensmittelaufsicht

Tel.: +49 4331 202-314

Fax: +49 4331 202-568

E-Mail: veterinaeramt@kreis-rd.de

Landeslabor des Landes Schleswig-Holstein

Max-Eyth-Straße 5

24537 Neumünster

Tel.: +49 4321 904-600

Fax: +49 4321 904-619
E-Mail: info@lvua-sh.de

 

Die oben aufgeführten zusammengefassten Informationen wurden auszugsweise den Bekanntmachungen des MELUR SH sowie des Kreises Rendsburg Eckernförde entnommen.



Autor: Uwe Jacobi