„Sau-Dusel“ eines Nichtjägers - Bericht vom Natur- und Wildfotograph Peter Wohlert


Als Natur- und Wildfotograph jagt man zwecks guter Bilder möglichst auf Augenhöhe mit dem Wild. Das schließt meist ein Hocken auf der hohen Jagdkanzel aus. Die Pirsch soll den erhofften Anblick bringen!

Fährten oder aufgewühlter Boden weisen dabei am ehesten auf das Vorhandensein von z.B. Wildsauen hin.

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Gebräch nennt der Jäger ein von Sauen zerwühlten Acker.

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Die Trittsiegel -seine „Fußspuren“-,sind meist leicht zu erkennen:

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hinter den eigentlichen Schalen und nach außen versetzt drücken sich die sogenannten Afterklauen ab;

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diese sitzen, nach hinten weisend und höher liegend, jeweils an seinen Läufen.

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Doch einmal ließ ein Ganzkörper-Abdruck unzweifelhaft erkennen, dass sich da im feuchtmoorigen Boden ein Wildschwein, breitliegend, niedergetan hatte.

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Der Höhepunkt einer Pirsch aber bleibt natürlich der Anblick dieser meist dämmerungs- und nachtaktiven Wildart bei Tageslicht.

Und ich hatte das Glück: ich pirschte einmal im Februar bei strahlendem Sonnenschein und ohne Deckung einen Hauptweg entlang.

Mit geschultem Blick bemerkte ich zwei dunkle Wildkörper unter einer alten Eiche…Zeiss-Glas an die Augen…pooh das sind ja Wildschweine! Doch auch sie hatten mich wahrgenommen und flüchteten jeweils in entgegengesetzter Richtung im Schweinsgalopp davon- auf eines gelang mir gerade noch ein Foto.

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Ein anderes Mal pirschte ich durch eine Tannenschonung, als plötzlich weit vor mir aus einem Brombeerendickicht heraus zwei Bachen samt Frischlingen flüchteten.

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Einer Bache folgten etliche Gescheckte…bei Diana, welch ein Gewusel, das dann hinter einer Geländekuppe verschwand und das war im März 2016..!

Also ihr Jägerinnen und Jäger, gebt Laut-lasst mich hören, wenn eine oder auch mehrere gescheckte Sauen auf der Strecke liegen.

Ich kann jedenfalls von mir sagen: …Schwein gehabt!!!

 

Waidmannsheil wünscht  Peter Wohlert,

Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Hegering 3 Schwansen Süd



Autor: Uwe Jacobi