Endlich geschafft!!! – 8 Jungjäger_innen des Ausbildungsjahrgangs 2015 - 16 erlangen ihren Jahres-Jagdschein.


Eckernförde. Es ist geschafft! Die anstrengende Zeit des Büffelns, Lernens, der Mühe und Ausdauer haben sich gelohnt: 8 Jungjäger_innen der Ausbildungsgruppe in der Kreisjägerschaft Eckernförde erhielten die Befähigung zur Erlangung ihres ersten Jahresjagdscheins. Unter großer Freude durften sie die so sehr begehrten Bescheinigungen nach den mündlichen Prüfungen vom 09. bis 11. Mai im Kreishaus zu Rendsburg in Empfang nehmen.

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Das Foto zeigt - von links nach rechts - die erfolgreichen Jungjäger_innen mit ihren Ausbildern:

Uwe Jacobi (Ausbilder) – Levke Sophie Kempe – Sebastian Schulte –- Niels Hasche -- Udo Erdmann (Ausbildungsleiter) Susanne von der Twer-Feder -- Nicole Kluge -- Harald Schumacher (Ausbilder) -- Beatrice "Trixi" Hullmann -- Jana Vossgerau – Lars Waldinger -- Doris Jacobi (Ausbilderin)

Das musste ganz groß gefeiert werden! Im Haby Krog in Haby fanden sich die 8 Jäger-Adepten daher am Freitag, den 27. Mai 2016 zu ihrem Abschlussfest ein. Die erfolgreichen Absolventen erhielten an diesem Abend mit der Freisprechung und Erhebung in den Jägerstand vom Ausbildungsteam auf traditionelle Weise den Jägerschlag mit dem Hirschfänger und dem Sprechen der Freisprechungsformel. Musikalisch begleitet wurde diese feierliche Zeremonie durch das Jagdleitsignal „Blattschlagen“ des Jagdhornbläsercorps Altenhofer Dachse. Wie bei der Freisprechung in jedem Jahr, durfte hierbei nach althergebrachter Tradition und Brauchtum nicht der von der Ausbilderin Doris Jacobi speziell gemischte Jägertrunk aus der Hahnquerflinte fehlen. Für einige wollte der Schluck nicht so recht in den Mund fließen, waren sie doch alle der irrigen Annahme, diesem Jägertrunke sei Rehschweiß und „Dachspippi“ beigemischt… Jedoch auch diese letzte Hürde wurde genommen und stolz und glückselig nahmen die frischgebackenen Jungjäger_innen ihren Jägerbrief aus den Händen vom Ausbildungsleiter entgegen.

Ausbildungsleiter Udo Erdmann hatte nach dem vorzüglichen Essen in seiner Ansprache, die anstrengenden und bewegten 8 Monate Ausbildungszeit noch einmal Revue ziehen lassen:

Am Abend des 31. August 2015 hatten sich die Kursusteilnehmer_innen im Unterrichtsraum des Regionalen Bildungszentrum Eckernförde eingefunden. Eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft von 21 Frauen und Männern blickten den 4 Ausbildern recht skeptisch aber auch erwartungsvoll entgegen. Im Laufe der folgenden 8 Monate „grünten“ die Jagdschein-Aspiranten nach und nach innerlich und äußerlich durch. Viele der Teilnehmer_innen stiegen aus dem Kursus aus, andere kamen hinzu. Unmengen von Lernstoff und –material war zu bewältigen und - was den Ausbildern so leicht und flüssig von den Lippen kam, musste erst einmal mitgeschrieben, umgesetzt, verdaut, verstanden und nachhaltig im Hirnkasten behalten werden. Es reihten sich zudem im praktischen Teil die Teilnahme an der Jagdhunde-Kreispokalsuche und die Herbstzuchtprüfung für Jagdhunde, die Teilnahme an einer großen Drückjagd, das praktische und fachgerechte Aufbrechen und Versorgen von Wild mit Ansprechen der Organe im Fach Wildbrethygenie, das Fangjagdseminar und das Ansprechen von Trophäen an. Dazu kamen noch die Tages-Exkursion in das hervorragend eingerichtete Hegelehrrevier Grönwohld, in dem der zuständige Revierjagdmeister Christopher von Dollen bei seiner Führung in anschaulicher und packender Weise die verschiedenen Biotope und Reviereinrichtungen zu erklären wusste, gefolgt von einem Reviergang zum Ansprechen der heimischen Botanik. Ein Kurzwaffen-Schießseminar in der Raumtunnel-Schießanlage des VfL Loose stand Mitte Januar an zwei Samstagen auf dem Ausbildungsplan. Sinn und Inhalt dieses vom Ausbilder für Waffenkunde Uwe Jacobi vorgenommenen theoretischen und praktischen Unterrichts war es, den Jungjäger_innen die sichere und praktische Handhabung der unterschiedlichen Faustfeuerwaffen in den unterschiedlichsten Kalibern zu vermitteln.

200 zusätzliche Unterrichtsstunden, so zeigte Erdmann in seiner Rede auf, waren von den Kursusteilnehmer_innen zu den allgemeinen Kursus-Unterrichtsstunden noch geleistet worden! Und dann das Flintenschießen!!! Der fachgerechte Umgang und das Schießen mit Flinte und Repetierer musste erlernt werden – für einige ein äußerst schwieriges und nicht ganz einfaches praktisches Lehrfach... Die professionelle Schießausbildung befand sich wieder in den Händen der Firma Waffen Schrum in Tellingstedt. Ab Februar 2016 fand die Schiess-Ausbildung auf der dortigen vorbildlichen Schießstandanlage derart professionell statt, dass alle 11 Jungjäger_innen die Schießprüfung am 23.04.2016 bestanden! Noch am gleichen Nachmittag reihte sich die schriftliche Prüfung im Kreishaus zu Rendsburg an. Die mündliche Abschlussprüfung im Mai stellte dann für 8 Absolventen keine allzu große Hürde mehr dar.

Leider spielte drei von den 11 Prüflingen – mit sonst immer guten Lernergebnissen – bei der Waffenhandhabung während der mündlichen Prüfung das Nervenkostüm einen Streich. Sie werden sich in Kürze der schriftlichen und mündlichen Prüfung nochmals stellen.

Nach dieser Rückschau wurde noch feuchtfröhlich von den freigesprochenen Jungjäger_innen lange bis in die Nacht hinein gefeiert.

Für die Beste aus dem Kursus - Jana Vosgerau - konnten die Ausbilder Doris und Uwe Jacobi einen Bockabschuss im Revier von Sören Claußen in Damendorf ausloben. Danke von der Jungjäger-Ausbildungsgruppe der KJS Eckernförde an den edlen Spender!

Allen frisch gebackenen Jungjäger_innen des Ausbildungskursus 2015-16 ein dreifach’ Horrido und Waidmannsheil sowie allzeit guten Anblick und Anlauf!

Der nächste Ausbildungskursus zur Erlangung des ersten staatlichen Jagdscheines beginnt am Montag, den 05. Sept. 2016 wieder in den Räumen des Regionalen Bildungszentrum Eckernförde, Fischerkoppel 8 in 24340 Eckernförde. Anmeldungen telefonisch bei Doris & Uwe Jacobi unter 04351 – 2892.

 

Uwe Jacobi

Ausbilder für Waffenkunde & Administrator

der Jungjäger-Ausbildungsgruppe in der KJS Eckernförde

 



Autor: Uwe Jacobi